An einem Tag zum Golfer: Fast 40 Teilnehmer schaffen die Platzreife im Golfpark Rothenburg-Schönbronn

Für ihren Einstieg in den Golfsport kamen sie von beiden Seiten der Landesgrenze: aus Rothenburg und der Umgebung ebenso wie aus dem Raum Crailsheim. Fast 40 Teilnehmer waren am Sonntag im Golfpark Rothenburg-Schönbronn dabei – und hielten am Ende des Tages ihre Platzreife in der Hand.

Fünf Teams, fünf Stationen und ein Tag, an dem es nicht darum ging, Golf lange zu erklären, sondern es zu spielen. „Ready for Golf – Platzreife an einem Tag“ hieß das Format – und der Name war Programm. Putten, Chippen und Pitchen gehörten ebenso dazu wie die ersten langen Schläge auf der Driving-Range. Wer einen Golfball schon einmal zum ersten Mal mit einem Eisen treffen wollte, weiß: Zwischen „Das sieht doch eigentlich ganz einfach aus“ und einem sauber getroffenen Ball können einige Versuche liegen.

Genau darin liegt aber auch der Reiz. Denn wenn der Ball zum ersten Mal so vom Schläger geht, wie er soll, verändert sich etwas. Aus Probieren wird Ehrgeiz. Aus dem nächsten Ball werden noch fünf. Und irgendwann beginnt man zu verstehen, warum Menschen freiwillig Stunden damit verbringen, einen kleinen weißen Ball über einen Platz zu bewegen.

Doch Golf besteht nicht nur aus Schlägen. Wer auf den Platz möchte, muss auch wissen, wie man sich dort bewegt, Rücksicht nimmt und nach welchen Regeln gespielt wird. Diese Seite des Sports übernahm in Schönbronn Andreas Mundt. Als Referee des Bayerischen Golfverbandes gehört er zu denjenigen, die bei Verbandsturnieren gemeinsam mit den Clubs für einen regelkonformen Ablauf sorgen. Die Ausbildung der BGV-Referees erfolgt über zwei Jahre in der Turnierpraxis und wird durch Fortbildungen ergänzt.  Mundt ist dem Golfpark zudem seit Langem verbunden und unterstützt ihn mit seinem Fachwissen zu den Golfregeln.

Dass sich nahezu 40 Golfanfänger gleichzeitig durch einen solchen Tag bewegen können, funktioniert allerdings nicht mit fünf Stationen allein. Hinter „Ready for Golf“ stand eine ganze Mannschaft aus Trainern, Mitarbeitern und Helfern. Sie erklärten Griffe und Bewegungsabläufe, begleiteten die Gruppen, beantworteten Fragen, sammelten Bälle und hielten einen Tagesablauf zusammen, bei dem fünf Teams immer wieder die Station wechselten.

Gerade diese vielen persönlichen Kontakte machten aus dem kompakten Programm keinen anonymen Crashkurs. Wer eine Bewegung nicht verstanden hatte, konnte nachfragen. Wer den Ball nicht traf, probierte es noch einmal. Und wer einen richtig guten erwischte, hatte genügend Menschen um sich herum, die sich mitfreuten.

Für den Golfpark ist das Format Teil eines größeren Ziels: den Einstieg in den Golfsport einfacher zu machen. Dass dafür Interesse vorhanden ist, zeigte bereits die Teilnehmerzahl. Der Golfpark hatte das Angebot im Vorfeld ausdrücklich an Menschen gerichtet, die mit dem Gedanken spielen, mit Golf anzufangen.

Dafür bietet Schönbronn auch nach einem solchen Einstieg Möglichkeiten. Neben dem 18-Loch-Meisterschaftsplatz verfügt die Anlage über sechs Kurzplatz-Bahnen, Driving-Range und verschiedene Übungsbereiche. Der Kurzplatz ist öffentlich und kann auch ohne Platzreife genutzt werden – ein wichtiger Unterschied für alle, die Golf erst einmal ausprobieren oder anschließend weiter üben möchten.

Am späten Nachmittag kam schließlich zusammen, was morgens noch auf fünf Teams verteilt gestartet war. Fast 40 Teilnehmer standen gemeinsam auf dem 18. Grün, diesmal mit ihren Platzreife-Zertifikaten in der Hand.

Für manche dürfte damit vor allem ein langer Golftag zu Ende gegangen sein. Für andere vielleicht der erste von ziemlich vielen.